Das Rotations-Verfahren

Die Beschreibung

Die Wärme wird beim Rotationsschweißen durch Grenzflächenreibung zwischen den beiden Bauteilen erzeugt, die dann zur Plastifizierung führt. Das Oberteil wird in eine rotierende Bewegung gebracht, während das Unterbauteil fest fixiert und verdrehgesichert arretiert ist.
Durch Stege, Verrippungen oder Nasen, wird das rotierende Bauteil durch den Rotationsmitnehmer kraftschlüssig in Bewegung gesetzt. Beim Schweißprozess wird auf die Bauteile ein Axialdruck ausgeübt. Die auftretende Grenzflächenreibung und die daraus resultierende Scherwärmung lassen das Material in der Fügezone schmelzen. Die Fügezone der rotationssymetrischen Bauteile ist Stufen oder Keilförmig ausgeführt.

Typische Anwendungen für das Rotationsschweißen sind Rohre, Flansch-Rohrverbindungen und Blasformteile. Die zu verschweißenden Materialpaarungen sind ähnlich dem Ultraschall-Schweißen oder dem Zirkular-Schweißen. Die Schweißzeiten betragen ca. 1 sec. und liegen somit in einem absolut wirtschaftlichen Bereich.

Der Schweißprozess gliedert sich in folgende Phasen auf:

  • Anlauf/Vorreibphase zum Angleichen der Fügefläche
  • Hauptreibphase
  • Abbremsen mit Winkelpositionierung extrem genau. Die Schnellpositionierung nach Schweißende begünstigt eine homogene und somit feste Verbindung in der Fügezone
  • Nachdrücken mit Druckprofil – größer Fügedruck