Das Heizelement-Verfahren

Das Verfahren

Das Heizelement-Schweißverfahren gehört zu den ältesten Fügemethoden der Kunststoffbranche und wurde ursprünglich zum Verbinden nicht klebefähiger Polyethylen-Halbzeuge entwickelt. Inzwischen hat dieses bewährte Schweißverfahren für alle thermoplastischen Kunststoffe einen hohen technologischen Standard erreicht, der nur noch wenig mit den Anfängen dieser Verbindungstechnik zu tun hat. Dazu hat der rasante Fortschritt der Entwicklung elektronischer Steuer- und Regelsysteme und deren konsequente Anwendung wesentlich beigetragen.

Im Vergleich zu anderen Schweißverfahren werden beim Heizelement- Schweißen die Fügeflächen selektiv und werkstückkonform erwärmt. In Verbindung mit einem präzisen Fügeablauf ist es so das sicherste und zuverlässigste Schweißverfahren für alle thermoplastischen Kunststoffe.

Im Gegensatz zu anderen Schweißverfahren können durch das Heizelement- Schweißen auch Werkstücke mit räumlich geformter oder filigraner Fügezonengeometrie zuverlässig verbunden werden. Den Abmessungen der zu verschweißenden Teile sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

 

Der Prozess

In der ersten Phase des Heizelement- Schweißens wird zwischen die Fügeflächen der Kunststoffteile ein elektrisch beheiztes Heizelement eingefahren und die Fügezone mittels Kontakt- oder Strahlungswärme plastifiziert. Nach dem Anschmelzen der Fügeflächen wird das Heizelement entfernt. In der zweiten Phase werden die Fügeflächen zusammengepresst und bis zum Erstarren der Schmelze in definierter Endposition gehalten.

 

Die Ablaufbeschreibung

Die zu fügenden Schweißteile werden in eine obere und eine untere Werkstückaufnahme eingelegt und auf Vorhandensein und korrekte Lage abgefragt. Durch den Zweihand-Start erfolgt das Schließen der Fronttür und die Startauslösung des Prozesses. Der eigentliche Schweißprozess startet durch das Einfahren des Heizelementes in die Erwärmposition. Nun erfolgt die Durchwärmphase bei welcher die Fügezone des Schweißteiles plastifiziert wird. Die Wärmeüberleitung vom Heizelement zur Schweißnaht des Schweißgutes wird durch Kontaktierung des Heizelementes erreicht. Nach Einbringen der erforderlichen Schmelztemperatur in das Kunststoffteil fahren die Vertikalvorschübe auseinander, so dass das Heizelement von der Bearbeitungsposition in die Parkposition fahren kann. Jetzt folgen der Fügeprozess und die Abkühlphase. Am Ende der Kühlzeit öffnet sich die Fronttür der Maschine pneumatisch und gibt den Bearbeitungsraum frei. Das geschweißte Bauteil kann nun entnommen werden.